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Willkommen auf dem Online-Kursportal von Holzereleben. Hier kannst du begleitete Selbstlernkurse zum Thema Holzbearbeitung buchen.

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Über mich

Darf ich mich vorstellen? Ich bin dein Holz-Coach. Egal welches Projekt in den Bereichen Holzbearbeitung oder Möbel- und Innenausbau du gerade verfolgst, ich kann dich bei der Realisierung unterstützen. Meine langjährigen Erfahrungen als Möbelschreiner, Kursleiter und Gestalter im Handwerk stelle ich dir hierbei gerne zur Verfügung.

Meine Spezialitäten sind die Vermittlung von traditionellen und modernen handwerklichen Techniken, technische und gestalterische Beratungen beim Fertigstellen deiner Projekte sowie Tipps und Tricks für die Einrichtung deiner Werkstatt.

Ich verfüge über vertiefte Kenntnisse zur Bearbeitung und Oberflächenbehandlung von Holzwerkstoffen aller Art. Ausserdem habe ich Erfahrungen beim Bearbeiten von Karton, Papier, Metall, Glas, Kunststoff, im Bereich der Oberflächenbehandlung all dieser Materialien und beim Fertigstellen von massstabgetreuen Modellen.

Wenn du mehr über mich und meine Tätigkeiten erfahren willst, trete mit mir über Mail oder Social Media in Kontakt!

Über Holzerleben

Das Ziel von Holzerleben

Das Projekt Holzerleben verfolgt das Ziel, das Holzhandwerk als kulturelles Gut der Gesellschaft wieder zugäglich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, stelle ich Grundlagenwissen zum Holzhandwerk im Internet gratis zur Verfügung. Kostenpflichtige begleitete Premium- und Medium-Onlinekurse, lokale Kurse und persönliche Coachings gehören auch zum Angebot von Holzerleben.

Über das Selbermachen

Mit ein wenig Grundlagenwissen lässt sich ein gutes Möbel bauen, das ein Leben lang und länger hält. Wenn man es nämlich bauen kann, kann man es auch reparieren.

Die Energiefrage, die Nachhaltigkeit, das Konsumverhalten, das Recycling, das Upcycling, der gesellschaftliche Umschwung, wie mich, beschäftigen diese Themen viele Leute. Aus diesen Gedankengängen erwachsen weltweit Erscheinungen wie Urban Gardening, Karma Economy, die Tiny House- oder zahlreiche Do It Yourself-Bewegungen.

Selbermachen finde ich gut. Oft führt das nämlich zum selber besser machen. Ich kann selber bestimmen, was ich für Material verwende oder, zum Beispiel, wie viel Erdöl in meinem Produkt enthalten ist. Ich entscheide selbst, auf welche Art ich es produziere. Und weil ich es für mich mache, mache ich es auch gut. Dabei mache ich mir Gedanken, tausche mich mit Leuten aus, die etwas von der Materie verstehen und lerne etwas über mein Produkt, sowie das verwendete Material und, nicht zuletzt, über meine Bedürfnisse.

Mit jedem Strich, den ich bei der Skizze mache, mit jedem Fehler, den ich bei der Fertigung korrigiere und mit jedem Mal, wenn ich ein Ergebnis mit Stolz betrachte, wachse ich mit meinem Produkt.

Etwas, das so entstanden ist, werfe ich nicht kopflos weg. Es ist ein Teil von mir und steht ausserdem für einen Lebensabschnitt.

Über Einzelanfertigung

Wenn man zum Schreiner geht, braucht man in der Regel eine Einzelanfertigung auf Mass. In der Schweiz haben wir oft kleine, etwas verwinkelte Wohnungen, bei denen man ohne Massanfertigungen nicht wirklich gut auskommt.

Das durchschnittliche Produkt, das ich in meinem Berufsalltag herstelle, ist nach dem, wie ich es gerne nenne, „Küchenkästchen-Prinzip“ aufgebaut.

Teilbezeichnungen eines Küchenkästchens
Aufbau eines Küchenkästchens

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine zusammengeschraubte Kiste mit Reihenbohrungen für Tablare und Beschlägen. Diese Kiste wird auf einen Sockel gestellt, bzw. an die Wand geschraubt und mit dekorativen Sichtseiten, Blenden oder einem Blatt verkleidet.

Dies ist eine sehr effiziente Konstruktion, die rationell und daher auch schnell herzustellen ist. Vom Badmöbel über Einbauschränke bis hin zur völlig durchnormierten Einbauküche, dies alles wird auf diese modulare Weise hergestellt. Das hat zur Folge, dass, obwohl verschiedene Materialien eingesetzt werden, die Möbel sich im Grunde stark gleichen. Betrachtet man ältere Möbel, die hauptsächlich aus Massivholz hergestellt wurden, stellt man enorme konstruktive Unterschiede fest, je nach Kontext, Epoche oder Region, in der das Möbel gebaut wurde.

Mehr als nur Möbel

Den kulturellen Wert des Holzhandwerks erkenne ich hauptsächlich in der oben beschriebenen Vielfalt verwendeter Techniken und Ressourcen, denn diese verleihen dem Möbel einen einzigartigen „Charakter“. Mit diesem „Charakter“ können wir Menschen uns identifizieren, was dazu führt, dass wir uns geborgen und wohl fühlen. In der Welt der Holzbranche sehe ich die oben beschriebene Vielfalt vielerorts gefährdet, in dem beispielsweise  in der Schreinerlehre grundlegende Techniken im Umgang mit Handwerkzeug nicht mehr weiter gegeben werden. Viele Sägereien in meiner Region schliessen, was zusätzlich zu unübersichtlichen, nicht nachvollziehbaren Beschaffungswegen des Massivholzes führt.

Wenn wir selber unsere Einzelanfertigungen an die Hand nehmen, spielt Kostenoptimierung eine untergeordnete Rolle. Selbst mit einem minimalen Wissen über materialgerechte Konstruktionen können Möbel vom einfachen Laien hergestellt werden, die unsere Welt nicht nur um ein Möbel bereichern. Neben dem Erfüllen ihrer primären praktischen Funktion, helfen sie das oben genannte Grundlagenwissen weiter zu tragen.